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Anwalt kauft seine erste Robe, bewertet Produkt und Service

Es weihnachtet sehr …
Eine außergewöhnliche Bewertung erreichte uns per E-Mail. Sie sprengt die Grenzen unseres Bewertungssystems, also veröffentlichen wir sie hier in unserem Roben-Blog.

Außergewöhnlich ist diese Bewertung nicht, weil sie uns und unsere Anwaltsrobe ELITE lobt (das sind wir gewohnt), lesen Sie hier …  Diese Bewertung ist einfach außergewöhnlich pfiffig und sympathisch geschrieben:

Sehr geehrter Herr Natterer,

so, die Robe ist tatsächlich schon am Dienstag hier gewesen: Herzlichen Dank für die schnelle Lieferung, die aber wirklich nicht so eilig gewesen wäre; von mir aus hätten Sie ruhig noch wegen des Namensschildchens warten und dann alles gemeinsam versenden können. Na ja, das Schildchen muss wohl nicht unbedingt per Paket versandt werden; der „Portoschaden“ dürfte sich demnach vermutlich in Grenzen halten. Jedenfalls vielen Dank 🙂 !

Am Wochenende habe ich das gute Stück dann mal zur fachkundigen Begutachtung durch meine Freundin mitgenommen (letztere wird dann wohl irgendwann ab März, wenn sie mit dem Referendariat fertig ist, ihre erste Richterinnen-Robe bei Ihnen bestellen, nachdem sie mir gerade von ihrer letzten Ausbildungsstation beim OLG erzählt hatte, dass die Kollegen, deren Roben zum Großteil wohl von XXXXXX stammten, in diesen „nicht sehr elegant“ aussähen 😉 !). Das Urteil lautete einstimmig: „Muss nix dran gemacht werden!“ Vor allem die Schultern sollen sehr gut sitzen, was ich natürlich prima finde, weil sich da mit vertretbaren Kosten wohl auch nichts mehr dran hätte ändern lassen. Insofern werde ich gleich also endlich feierlich das Etikett abschneiden und diese Robe damit auch „mental“ als meine eigene betrachten 🙂 .

An den Anblick der Robe – oder eher: von mir in Robe – muss ich mich zugegebenermaßen trotzdem erst noch gewöhnen, was aber weder Ihr noch der Fehler Ihrer Robe ist: Wir haben ja während der Ausbildung eigentlich nur während der Staatsanwaltschaftsstation mal „Robentragepflicht“ gehabt, und dabei nahm man natürlich die Leihroben, die speziell für Amtsanwälte und Referendare zur Verfügung standen. Diese Roben waren einerseits sicherlich eher billig, und zweitens musste man ohnehin nehmen, was man bekam (= selten was Passendes). Insofern hat man sich da damals keine Gedanken über sein „maikäferartiges Aussehen“ gemacht; es war ja eh klar, dass das nicht optimal sein konnte. Jetzt allerdings, mit meiner ersten eigenen, mir definitiv passenden Robe muss ich mich doch erst mal an den „Pinguin-Look“ gewöhnen. Schätze, auch ich werde wohl zu den Anwälten gehören, die die Robe („stilloserweise“) offen lassen. Sieht dann wenigstens nicht ganz so formell aus.

Aber, wie gesagt: Das ist nun wirklich nicht als Kritik an Ihnen oder der Robe zu verstehen, sondern eine reine Gewöhnungssache.

Von der Verarbeitung und Stoffqualität des „Zaubermantels“ bin ich allerdings begeistert: Fühlt sich einfach schön an, sehr leicht und edel. Trotzdem werde ich die wohl in den nächsten Tagen mal ein wenig „verknittern“ müssen, damit sie beim ersten Auftritt nicht wie allzu frisch gekauft aussieht (ich denke, selbst nach der chemischen Reinigung sähe die nicht so glatt aus): Allzu viel Selbstvertrauen muss der gegnerische Kollege angesichts des ihm gegenübersitzenden, vermeintlichen „Opfers“ ja nun auch nicht gleich bekommen 😉 !

Im übrigen auch noch einen schönen Gruß an Ihre Schneider: Ich habe noch kein „gutes“ Kleidungsstück (Anzughose, Sakko, Mantel etc.) besessen, bei dem ich so wenig störende „herumhängende Fäden“ finden und vorsichtig wegbrennen musste 🙂 . Mich nervt sowas, insbesondere bei Knöpfen, bei denen sich dann – vorzugsweise auf dem Weg zu einem Termin – gleich mal der ganze Faden aufribbelt, wenn man dran zieht. Bei Ihrer Robe habe ich dagegen lediglich den allerletzten überstehenden „Millimeterstippen“ an den Knopffäden „veröden“ müssen und mache mir ganz bestimmt keine Sorgen, dass da irgendwann mal was aufgeht. Super!

Einziger Verbesserungsvorschlag – wobei ich allerdings schon damit rechne, dass es dafür durchaus doch einen guten Grund gibt, der sich mir als Laien bloß nicht sofort erschließt: Der Durchgriff sollte meines Erachtens doch wohl eher rechts sein, oder? Weil die meisten Ihrer Kunden eben Rechtshänder sein dürften. Sicher, wenn man mal ein Taschentuch verschwinden lassen will, wird man als Rechtshänder sicherlich instinktiv die rechte Seite der Robe benutzen (als Tasche, meine ich – nicht als Taschentuch 😉 !). Aber ich denke mal, viel häufiger passieren doch Dinge wie „Ich muss mal ’nen Kuli aus der Sakkoinnentasche holen“ – oder das Handy, der so einen kleinen Scheckkartenkalender aus der Brieftasche. Ich weiß nicht, wo Sie diese Dinge im Jackett tragen, aber ich sehe eigentlich zu, dass die wichtigeren Dinge auf der linken Seite stecken – damit ich eben von rechts einfacher hineinlangen kann. Gerade dann ist aber natürlich der Durchgriff links für mich weniger geeignet.

Wie gesagt: „Jammern“ auf extremstem Niveau, ganz klar. Und wenigstens das Taschentuchargument würde mich ja auch überzeugen. Trotzdem vielleicht ein Punkt, über den man sich mal Gedanken machen oder den man vielleicht wenigstens bei der Maßrobe als änderbaren Aspekt mit aufnehmen könnte. Ich für meinen Teil werde das natürlich auch erst mal so lassen – zumal ich, wie gesagt, die Robe offen tragen werde und damit eh problemlos an alle Jackett-Taschen komme. Sollte es mich irgendwann wirklich mal stören, wird das aber notfalls sicherlich auch mein tapferes Schneiderlein an der Ecke richten können, ohne dabei irgend etwas zu versaubeuteln.

Tja, genug geschwallt 🙂 . Ich danke Ihnen jedenfalls noch mal sehr herzlich für die wirklich unübertreffliche Beratung (ich hätte ja sonst die 5Xer bestellt, und dann hätten wir jetzt die Arbeit mit dem Umtausch!) und die netten E-Mails, warte dann mal auf mein Namensschild und bin im übrigen überzeugt, dass ich an Ihrer Robe sehr lange sehr viel Freude haben werde, bis sie dann irgendwann mal ein „Geschwisterchen“ von Ihnen bekommt 😉 – sei es als Zweitrobe, sei es in Form der Richterinnenrobe meiner Freundin.

Ihnen noch einen schönen Tag, eine hoffentlich nicht allzu stressige Vorweihnachtszeit (Anwaltsroben dürften ja sowieso saisonunabhängig verkauft werden), und die besten Wünsche für das kommende Jahr.

Viele Grüße,

C. L.

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