Von persönlichen Besuchen bitten wir in der akuten Corona-Zeit abzusehen.

Unter der Robe schlägt ein Fussballherz …

Über die Verabschiedung des Richters Udo Steiner findet sich hier ein lesenswerter Artikel, geschrieben vom FOCUS-Redakteur Hartmut Kistenfeger:

http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesverfassungsgericht_aid_227779.html

Hier ein kleiner Auszug:

Dieser Festakt war sehr warmherzig, aber auch ungewöhnlich launig. „Seine Ironie war geschätzt, manchmal ein klein wenig gefürchtet“, würdigte Gerichtspräsident Hans-Jürgen Papier Steiner. Dessen Fußballleidenschaft ist in der Öffentlichkeit weniger bekannt, dafür am Gericht umso mehr. So hatte der scheidende Verfassungsrichter ein – nicht ganz ernst gemeintes – Fußballgrundgesetz formuliert, dessen Artikel sechs (im echten Grundgesetz zum Thema Ehe und Familie) sich der Spielerfrauen annimmt. Sie müssten immer Zugang zu den Spielern haben und – noch wichtiger – dürften diese auch wechseln. Papier mahnte, die Frauen doch bitte angemessener zu würdigen. „Die Frauen sind Weltmeister und nicht die Männer.“

Nur einmal habe er seine Kompetenzen in Karlsruhe überschritten, gab Steiner in seiner Rede hintergründig zu verstehen: 1999 habe er in der Eingangspforte des Bundesverfassungsgerichts das Spiel des FC Bayern gegen Real Madrid verfolgt. Die Bayern führten – bis die damalige Gerichtspräsidentin Jutta Limbach überraschend auftauchte. Nein, einen Platzverweis habe er daraufhin nicht ausgesprochen, witzelte Steiner. Beim nächsten Match dieser Klasse sei Limbach aber nur noch an der Pforte vorbeigehuscht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Farbig gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Hier finden Sie unsere Datenschutzhinweise.