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Zwangsarbeit, Sklaverei, Hungerlöhne und sexuelle Nötigung

Wir sind weder im Mittelalter noch in der vorchristlichen Zeit. Dennoch gibt es auch heute noch Sklaverei, Zwangsarbeit und Hungerlöhne, damit unsere Wohlstandsgesellschaft ihr Konsumverhalten am Köcheln halten kann.

In die Schlagzeilen geraten ist ein Europäischer Bekleidungskonzern, der sich schwere Misshandlungsvorwürfe bis hin zu sexuellen Nötigung machen lassen muß. REPORT MAINZ berichtete in der Sendung vom 10.11.08 über die Zustände, die bei Zulieferern im asiatischen Raum herrschen. Andere Medien haben dieses Thema aufgegriffen. Hier sei auszugsweise das Wirtschaftsmagazin Der Handel zitiert:

Wie das Magazin vor der Ausstrahlung des Beitrags in einer Pressemitteilung vorab mitteilte, beklagten sich entlassene Fabrikarbeiter und Näherinnen der Textilfabrik „House of Sunshine“ über Nötigung, Erniedrigungen und Schläge durch Vorarbeiter.

In der Fabrik arbeiten nach den Angaben etwa 1700 Menschen. Die Arbeiter würden zudem zu Überstunden gezwungen, die die gesetzliche Höchstgrenze regelmäßig überschritten. Oft müsse sieben Tage in der Woche gearbeitet werden. Pro Monat würden nur zwei freie Tage gewährt.

Hier ist das Video der Sendung von REPORT MAINZ. Und hier der Artikel der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG, auszugsweise sei hieraus zitiert:

Hungerlöhne, unmenschliche Arbeitsbedingungen ohne jegliche soziale Absicherung – all das ist seit langem bekannt und so richtig schockt es niemanden mehr. 2000 beschrieb Naomi Klein in „No Logo“ die Zustände in asiatischen Sweatshops, das Buch wurde zum „Kapital“ der Globalisierungskritik. Regelmäßig deckten Journalisten in den letzten Jahren die Missstände in China und Südostasien auf – geändert hat sich jedoch wenig. Aber wie auch, wenn ein T-Shirt hier weiter für 7,99 Euro im Laden hängt? Nur auf die großen High-Street-Ketten zu schimpfen, greift allerdings zu kurz. Längst haben auch Luxuslabels einen Großteil ihrer Produktion nach Asien verlagert. Heute werden oft in ein und derselben chinesischen Fabrik Billig- und Designerklamotte nebeneinander produziert.

Gleichzeitig hat auch die Textilindustrie den Trend zum nachhaltigen Konsum nicht ignorieren können. Mittlerweile springen alle auf den „Ethical Fashion“-Zug auf: Öko-Mode, die nicht nach Öko aussieht und unter fairen Bedingungen produziert wird, soll zum Verkaufsschlager werden, und das ist ja durchaus löblich. Selbst bei den Schweden gibt es eine „Organic Cotton“-Linie, das T-Shirt für rund 10-15 Euro, immer noch unschlagbar. Neben der Erschließung eines neuen Marktsegmentes ist die imagefördernde Wirkung von Öko-Kollektionen natürlich genauso wichtig. Nahezu jeder Großkonzern schmückt sich heute mit Kampagnen für einen guten Zweck. Wer etwa bei H&M ein T-Shirt aus der „Fashion against Aids“-Reihe kauft, soll nach Angaben des Unternehmens damit HIV-Infizierten in Afrika helfen. Ausgebeutet werden die Näherinnen trotzdem. Kann man denn im selben Laden sowohl politisch korrekt als auch inkorrekt einkaufen?

Wir distanzieren uns ausdrücklich von solchen menschenverachtenden Zuständen. Sie können sicher sein, dass unsere Roben und auch deren Grundstoffe nicht aus Billiglohnländern stammen, die von Sklaven, insbesondere von hilflosen Kindern hergestellt werden.

2 Kommentare zu “Zwangsarbeit, Sklaverei, Hungerlöhne und sexuelle Nötigung

  1. Nein, wir beziehen weder Dienstleistungen noch Halbzeuge von irgendwelchen JVAs. Ich finde es eh etwas „komisch“, wenn Robenträger sich Leistungen derer bedienen, die sie zuvor in den Knast geschickt haben. Ich glaube auch nicht, dass es sehr viele Strafrichter gibt, die sich JVA-Roben kaufen und sich beim Tragen unbefangen und wohl fühlen.

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